2 Die Ackerflächen Richtung Unterjesingen

 

Die Äcker hinterm Gipsbruch sind für seltene Ackerunkräuter, darunter etliche Arten der Roten Liste, von großer Bedeutung. Bemerkenswert ist das Vorkommen des Raubwürgers (Lanius excubitor) als regelmäßiger Wintergast. Der Raubwürger wird sowohl für das Bundesland Baden-Württemberg als auch für ganz Deutschland als 'vom Aussterben bedrohte Art' eingestuft (HÖLZINGER 1987). Seit den 80er Jahren wird der Raubwürger als Wintergast regelmäßig auf Wurmlinger Gemarkung beobachtet (MILLER). OTTER registrierte ihn seit 1990 jeweils in der Zeit von Anfang November bis Mitte Februar. Das alljährliche Jagdbiotop beinhaltet die Gewanne "Schelmenäcker", "Guldensgrab", "Deichäcker", "Rohner", "Lache/Viehweg", "Höhsträßle" und "Aischbach". Als Ansitzwarten dienen v.a. Schwarzdornhecken, Obstbäume und eine Stromfreileitung (eigene Beobachtungen und OTTER, schriftl. Mitteilung).
Der Vogelschutzverein Wurmlingen versucht im Rahmen der Biotopvernetzung in Zusammenarbeit mit der Ortsverwaltung bereits seit Jahren mit Hecken- und Baumpflanzungen sowie Extensivierung von Flächen in den entsprechenden Gewannen die Lebensbedingungen für den Raubwürger zu verbessern.

 

 

 

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